Facettenreiche Brautlooks 2015: (Rote) Lippen soll man küssen!

(Rote) Lippen soll man küssen…

Kennen Sie diesen alten Schlager-Refrain?

“Rote Lippen soll man küssen, denn zum Küssen sind sie da! Rote Lippen sind dem siebten Himmel ja so nah…Ich habe Dich gesehen, und ich habe mir gedacht: So rote Lippen soll man küssen, Tag und Nacht!”

Eine Braut mit roten Lippen? Wohl kaum! Stylistin Susanne Lamprecht, die seit über 20 Jahren als mobile Braut-Styling-Expertin tätig ist, hat sich für uns mit dem perfekten Braut Make-up beschäftigt und gibt uns einen Überblick über den passenden Look für die Braut von heute:

Alberto Mahtani
Foto: Alberto Mahtani

Ein Braut-Make-up sollte die natürliche Schönheit der Trägerin betonen. Rote Lippen beim Braut-Make-up? Wohl kaum! Ausser aber die Braut heiratet ganz mutig in Rot – dann könnte, muss aber nicht, erotisches Lippenrot gut aussehen! Wobei der Nude-Look ganz klar den vordersten Rang der derzeitigen Beliebtheits-Skala abläuft.

Ob glänzend oder matt, in dezentem Rosé oder in Knallfarbe: Der Lippenstift ist eine der stärksten femininen „Waffen“ überhaupt. Und Lipgloss und Lippenstift sind ganz klar das erotische kosmetische Statement der Welt… Auch am Hochzeitstag!

Michaela Nichole Photography
Foto: Michaela Nichole Photography

Typgerecht

“Typgerecht“ heisst das Zauberwort seit den 90ern. Der Lippenstift muss, wie auch alle anderen Make-up-Farben, auf das natürliche Kolorit von Haut, Haar und Augen der Braut abgestimmt sein. Ebenso auch auf den Stil der Trägerin: Kennt man sie „nude“ oder geht sie im Alltag nie ungeschminkt aus dem Haus? Bestellt man die Braut mit ihrem Alltags-Make-up zum Probestyling, dann weiss man, „wie man sie kennt“, und kann mit der Beratung an diesem wichtigen Punkt einhaken.

Lippen sollen ein Braut-Make-up krönen und nicht dominieren – also weder zu schwach, sonst sieht man auf den Fotos aus wie ungeschminkt, noch zu stark betonen!

Der Lippenstift muss nicht nur zur Trägerin, sondern auch in Farbe und Stil zum Brautkleid und zum Brautstrauß passen. Keine ganz einfache Aufgabe…

Ulrike Pien
Foto: Ulrike Pien

Lippen – erotisch & sexy

Stimmt, auch wenn es komisch klingt: Der grösste Feind des Lippenstiftes ist die Lippenhaut. Die sensible Lippenhaut besitzt keine eigenen Schweiss- und kaum Talgdrüsen. Daher neigt sie zum Austrocknen und wird schnell rissig und spröde. Besonders durch Heizungsluft, Sonne und mangelnde Flüssigkeits-Zufuhr wird die zarte Haut trocken und bietet dem Lippenstift keine „Bühne“ für seinen Auftritt.

SOS-Trick der Make-up Artisten: Eine dicke Portion Lippen-Feuchtigkeitspflege auftragen und ein paar Minuten lang einwirken lassen, so dass sich die Haut mit Feuchtigkeit regelrecht voll trinken kann. Lippen-Pomade hingegen bringt überhaupt nichts, da Fett im Gegensatz zu Feuchtigkeit nicht in die Haut eindringen kann, sondern wirkungslos obenauf liegen bleibt. Das zu Grossmutters Zeiten übliche Melkfett hat aus demselben Grund schon längst als „Nachtcreme“ ausgedient –

Alles, was die Durchblutung der Lippenhaut anregt, verbessert ebenfalls die Lip-Condition. Eine gelegentliche Massage mit einer soften Zahnbürste mit anschliessender „Lippencreme-Packung“ kann Wunder bewirken. Lippenpflege mit viel Feuchtigkeit sollte täglich unter dem Lippenstift angewendet werden, so ist die Haut immer gepflegt, und der Lippenstift hat eine gute Base, auf welcher er prima hält. Gerade auch am Hochzeitstag!

Gore Vázquez
Foto: Gore Vázquez

Legt man beim Schminken eine Betonung auf die Lippen, betont man die „Sinnlichkeit“. Das erklärt auch, weshalb die knallroten Lippen von Marilyn Monroe als sexy empfunden werden – zumindest von vielen Männern.

Im Gegensatz zu spröden, trockenen Lippen wirkt gepflegte, weiche Lippenhaut, mit einem typgerechten Lippenstift betont, in jedem Fall etwas erotisch und sexy. Und welche Braut möchte ihrem Bräutigam gegenüber nicht einen Hauch Verführung versprühen? Zumal ja viele Brautkleider auch nicht ganz ohne sind – wie das berühmte Darunter ja auch nicht… Fazit: Heute wird doch im Vergleich zu früher viel mehr nackte Haut gezeigt!

Die richtige Farbe

Hierfür gibt es keine 0815 Regel. Aber eine gute Faustregel: Die Farbe passt dann, wenn sie den Teint und die Augen zum Strahlen bringt, wenn man keine Grundierung trägt.

Und wenn die Zähne weisser wirken als sie sind. Denn sind diese gelblich, sollte in jedem Fall auf eine Lippenfarbe mit warmtonigem Unterton verzichtet werden, da ein Gelbton im Lippenstift das Gelbliche der Zähne optisch verstärken würde.

Generelle Regel: Hell und Glanz vergrössert und hebt optisch hervor, dunkel und matt verkleinert und versetzt optisch zurück. Zwei Beispiele zum besseren Verständnis: Schmale Lippen wirken mit einem glossigen Lippenstift optisch voller, während volle Lippen mit einer matten Farbe optisch ausgewogener wirken.

fotognom.ch - Claudia Höhener Model:  Trina
fotognom.ch – Claudia Höhener Model: Trina

Nackt oder gelackt?

Die Vielfalt ist nicht nur bei den Farben enorm, sondern auch bei den Konsistenzen. Cremig? Glossy? Matt? Satiniert?… Generell lässt sich folgendes sagen: Matte Farben sehen natürlich aus. Feucht-glänzende Lippen wirken unbestritten aufregend, sexy, verführerisch…

Lipgloss hat eindeutig weniger Haftung als Lippenstift und muss daher häufiger nachgeschminkt werden. Auch färbt er durch seine klebrige Konsistenz bedingt mehr ab, er bleibt so quasi am Bräutigam kleben – Wer die Wahl hat, hat die Qual!

Umso wichtiger, dass Sie sich für Ihre Hochzeit einer versierten Fachperson anvertrauen. Ihr Braut-Make-up sollte Ihnen auch nach Jahren noch gefallen, da Hochzeitsfotos eine bleibende Erinnerung darstellen, an denen Sie ein Leben lang Freude haben sollten! Experimente sind an der Hochzeit fehl am Platz… Schliesslich und endlich sollte das Braut-Make-up ein absolutes „Wohlfühl-Make-up“ sein! Und: Die Braut soll gut aussehen – nicht das Make-up!

fotognom.ch - Claudia Höhener Model:  Trina
Foto: fotognom.ch – Claudia Höhener Model: Trina

Der perfekte Anstrich

In Szene gesetzte Lippen ziehen Blicke auf sich und zeigen erbarmungslos auch den kleinsten Schminkfehler. Profis beginnen daher mit perfekter Basisarbeit: Base auftragen und eine perfekte Lippenkontur zeichnen. Diese bestimmt die Form, kaschiert ein allfälliges Ungleichgewicht (fallende Mundwinkel; optisches Ungleichgewicht zwischen Ober- und Unterlippe; zu schmale Lippen etc.) und fungiert als Barriere, damit die Lippenfarbe da bleibt, wo sie hingehört.

Erst wenn die Kontur perfekt ist, wird der Lippenstift mit dem Lippenpinsel aufgetragen. Man beginnt dabei in der Lippenmitte und arbeitet sich zu den Mundwinkeln vor. Um die Farbe haltbar zu machen gibt es mehrere Tricks: Die Lippen mit einem Kosmetiktuch abtupfen und eine weitere Schicht Lippenstift auftragen. Oder: Die Lippen mit nur einer einzelnen Schicht eines Kosmetiktuches abdecken, losen Puder auftragen, der etwas hindurchdringt, zweite Lippenstift-Schicht auftragen. Oder man setzt einfach einen Fixierer ein, der die Farbe extrem haltbar und beinahe 100 % kussfest macht. Man sieht nichts und spürt nichts davon. Aber eine Fixierung hält, was sie verspricht. Der Prinz kann nach dem Ja-Wort geküsst werden, und Lippenstift-Reste am Sektglas-Rand bleiben garantiert aus.

Profi-Tipp

Folgender Trick hilft gegen peinliche Lippenstift-Flecken auf den Zähnen: Nach dem Lippen schminken den Zeigefinger auf die Unterlippen-Mitte legen, mit den Lippen satt umschliessen, anschliessend den Finger herausziehen. Die überschüssige Farbe, die sich sonst gerne an den Zähnen absetzen würde, bleibt am Finger haften.

 fotognom.ch - Claudia Höhener Model:  Trina
Foto: fotognom.ch – Claudia Höhener Model: Trina

Es gilt ernst

Am Hochzeitstag gehören unbedingt ein Taschenspiegel, Lippenkonturenstift und Lippenstift mit ins Täschchen. Denn nach Küsschen hier, Küsschen da und Apéro sollte das Lippen-Make-up zwischendurch aufgefrischt werden.

Und nicht vergessen: (Rote) Lippen soll man küssen, denn zum Küssen sind sie da…


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Foto: Andreas Feusi
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