Coronavirus & Heiraten: Wie das Virus auch die Hochzeitsbranche beeinflusst

Coronavirus & Heiraten: Wie das Virus auch die Hochzeitsbranche beeinflusst

Sie heiraten bald und haben Sorge, dass die Hochzeit vom Coronavirus beeinflusst wird? Sie sind ein Dienstleister und wissen nicht, wie COVID-19 Ihr Unternehmen beeinflusst? Wir unterstützen Sie und liefern Antworten und Ratschläge zu den wichtigsten Themen rund um das Virus.

Coronavirus & Heiraten: Wie das Virus auch die Hochzeitsbranche beeinflusst
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Wenn es etwas gibt, das uns inzwischen seit Ende letzten Jahres täglich begleitet, dann ist es das neuartige Coronavirus (COVID-19), über das wir Sie als Hochzeitsmagazin im Detail informieren möchten – vor allem mit Blick auf die möglichen Auswirkungen, die das Virus auf Ihre Hochzeit und die Branche haben kann. Zuvor möchten wir einen kurzen Rückblick auf das geben, was in den letzten Wochen rund um den Globus passiert ist – und welche Informationen für Sie von Bedeutung sind.

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Seitdem zum ersten Mal im Dezember 2019 ein Patient mit dem Coronavirus in der chinesischen Stadt Wuhan infiziert wurde, hat sich das Virus trotz zahlreicher Versuche, es einzudämmen, weltweit ausgebreitet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht ein moderates bis hohes internationales Risiko im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es wird angenommen, dass sich das Virus noch weiter ausbreiten wird – auch in der Schweiz gibt es inzwischen fast 1600 Infizierte (Stand: 15. März 2020) und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen wie die Anordnung von Quarantäne und Untersagung von Veranstaltungen sollen eine weitere Ausbreitung in Europa verhindern.

Symptome und Übertragung

Die Symptome des neuartigen Coronavirus (COVID-19) ähneln denen einer Grippe: Fieber, Müdigkeit, trockener Husten und in vielen Fällen Atembeschwerden. Je nach Person variieren die Symptome und deren Schwere. Es gibt Infizierte mit mildem Verlauf, bei denen fast keine Symptome festzustellen sind und andere, die stärker betroffen sind und im Krankenhaus behandelt werden müssen. Besonders gefährdet sind ältere sowie bereits geschwächte Personen mit chronischen Krankheiten oder Lungenerkrankungen.

Das neuartige Coronavirus kann von Mensch zu Mensch übertragen werden. Hauptsächlich geschieht dies über Tröpfcheninfektion, wenn virus-haltige Tröpfchen durch das Husten, Niesen oder Sprechen entstehen und an die Schleimhäute der Atemwege einer anderen Person gelangen. Indirekt kann das Virus auch über die Hände übertragen werden, wenn Personen diese in Kontakt mit ihrer Mund- oder Nasenschleimhaut oder der Bindehaut ihrer Augen bringen. Daneben können auch Gegenstände, zum Beispiel Griffe von Türen oder Knöpfe in Fahrstühlen, zur Übertragung des Virus führen, wenn dort virus-haltige Tröpfchen mit den Händen aufgenommen und mit den Schleimhäuten in Kontakt gebracht werden.

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Vorbeugen und Behandlung

Derzeit gibt es noch keinen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. Forscher weltweit arbeiten daran. Wann ein Impfstoff für den Gebrauch zur Verfügung steht, ist jedoch noch nicht absehbar. Klar ist jedoch, wie sich jeder Menschen schützen kann – und damit nicht nur seine eigene Ansteckung, sondern auch die anderer Menschen vorbeugen und somit gefährdete Gruppen aktiv schützen kann:

  • regelmässiges und gründliches Händewaschen mit Seife
  • korrekte Hust- und Niesetikette (heisst: in Papiertaschentuch oder Armbeuge husten und niesen) sowie Abstandhalten von Erkrankten von ein bis zwei Metern
  • Auch wenn es schwer fällt: Vermeiden Sie es, sich mit den Händen in die Augen, die Nase oder den Mund zu fassen!
  • Wenn Sie Symptome zeigen, sollten Sie Kontakt zu anderen Personen meiden und sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt melden.
  • Vermeiden Sie Händeschütteln!
  • Das Tragen einer Schutzmaske ist NICHT nötig! Diese hilft nur, wenn eine bereits infizierte Person diese trägt, um ihre Mitmenschen vor der Krankheit zu schützen.
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In der Schweiz gibt es derzeit 1563 bestätigte Fälle, betroffen sind die Kantone Aargau, Appenzell Ausserrhoden, Baselland, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Genf, Glarus, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, St. Gallen, Tessin, Thurgau, Waadt, Wallis, Zug, Zürich sowie das Fürstentum Liechtenstein (Stand: 15. März 2020), Informationen zur aktuellen Lage finden Sie hier.

Faktoren, die die Situation verbessern: Impfstoff und die steigenden Temperaturen

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat einen Notfallplan für das Gesundheitswesen aktiviert, der es erlaubt, Prozesse rund um die klinische Entwicklung, Evaluation und Genehmigung neuer Medikamente zur Behandlung des neuartigen Coronavirus zu beschleunigen. Wissenschaftler, Wirtschaft und Gesundheitsbehörden auf der ganzen Welt arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung, um so schnell wie möglich einen Impfstoff gegen das Virus herzustellen.

Diese Art der Atemwegspandemie könnte nach Expertenmeinungen mit dem Jahreszeitenwechsel im Frühjahr etwas abnehmen, Gründe hierfür sind:

  • Steigende Temperaturen reduzieren die Überlebensfähigkeit von Viren auf Kontaktflächen
  • Sonnenstrahlen können das Virus zu Teilen deaktivieren
  • Ausserhalb der kalten Jahreszeit reduziert sich die Gefahr von Atemwegserkrankungen
  • Bei niedrigeren Temperaturen verbringt man mehr Zeit in geschlossenen Räumen und die Gefahr der Ansteckung ist durch die Nähe zueinander höher
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COVID-19 & Hochzeiten: Betroffene Dienstleister, Brautpaare & Gäste

In der Schweiz wurden bisher kleinere Veranstaltungen wie Hochzeiten noch nicht ausgesetzt und es ist noch nichts Genaueres zur Handhabung grösserer Veranstaltungen auf nationaler Ebene bekannt. Auf internationaler Ebene wird derzeit empfohlen, grössere Events, etwa das Champions-League-Spiel und das Europa-League-Spiel am 19. März, unter Ausschluss der Öffentlichkeit abzuhalten. Wir warten auf weitere Informationen von den zuständigen Ministerien und geben Ihnen hier einen Ausblick, wie sich neue Entscheidungen auf Sie auswirken können:

Dienstleister

Das Coronavirus wirkt sich derzeit weltweit auf die Wirtschaft aus – und verändert den Alltag von grossen und kleinen Unternehmen. Da kleinere Veranstaltungen von bisherigen Entscheidungen noch unberührt sind, sind derzeit Hochzeiten, für die Sie bereits in der Planung stecken, noch nicht betroffen. Aufgrund der dynamischen Entwicklungen könnte sich dies jedoch innerhalb kurzer Zeit ändern und hängt vor allem von dem Kanton oder der Stadt ab, in der die Hochzeit abgehalten wird. Daher empfehlen wir, dass Sie sich regelmässig zum aktuellen Stand informieren und die einschlägigen Seiten des BAG konsultieren, um gesicherte Fakten zu erhalten.

Brautpaare

Grundsätzlich gehören Hochzeiten derzeit noch nicht zu den Veranstaltungen, die aufgrund der aktuellen Lage ausgesetzt werden. Wir empfehlen jedoch, dass Sie im engen Kontakt mit Ihrem Hochzeitsplaner oder Ihren Dienstleistern bleiben, um sicherzustellen, dass alles wie geplant läuft. Ausserdem sollten Sie sicherstellen, dass Sie im Notfall über eine Stornoversicherung für Ihre Hochzeit verfügen. Diese greift nicht nur im Fall eines Ausfalls der Feier, sondern kann auch aktiviert werden, wenn sich die Anzahl der Gäste reduziert. Wenn es bei Ihrer Hochzeit Gäste geben sollte, bei denen das Risiko einer Ansteckung erhöht ist, beziehungsweise Gäste eingeladen sind, die aufgrund ihres Alters oder Vorerkrankungen zur Riskogruppe gehören, sollten Sie das Thema direkt mit den Betroffenen absprechen und alle Risiken durch klare Entscheidungen minimieren. Kommunizieren Sie offen mit ihren Gästen und halten Sie diese auf dem Laufenden:

  • Vorlage für eine Email an die Gäste, wenn alles so bleibt wie geplant:

Liebe Freunde und Familie,

Wir wollten uns angesichts der veränderten Situation aufgrund des Coronavirus-Ausbruchs melden. Zur Zeit verläuft unsere Hochzeit wie geplant, und wir freuen uns darauf, mit Euch allen Zeit zu verbringen.

Wenn Ihr nicht mehr in der Lage seid oder euch nicht mehr wohl fühlt, zu reisen oder zu kommen, verstehen wir das. Bitte teilt uns dies so bald wie möglich mit – spätestens bis zum [Datum] – mit, damit wir unsere beteiligten Dienstleister auf den neuesten Stand bringen können.

Wir werden euch auf dem Laufenden halten, wenn sich die Umstände ändern, und freuen uns darauf, gemeinsam zu feiern.

Alles Liebe und bleibt gesund, [Namen]

  • Vorlage für eine Email an die Gäste, wenn Sie leider umplanen müssen:

Liebe Freunde und Familie,

Wir haben die schwierige Entscheidung getroffen, unsere Hochzeit wegen des Coronavirus-Ausbruchs zu verschieben. Eure Gesundheit und Sicherheit sind unsere oberste Priorität! Wir werden Euch über unsere weitere Hochzeitsplanung auf dem Laufenden halten.

Alles Liebe und bleibt gesund, [Namen]

Hinsichtlich der Flitterwochen sollten Sie sich im Klaren darüber sein, dass das Gesundheitsministerium davon abrät, derzeit in Risikogebiete zu reisen, es sei denn, es ist unbedingt erforderlich. Wenn Sie Ihre Flitterwochen oder eine Reise bereits in einem Risikogebiet verbracht haben und Symptome aufweisen, wenden Sie sich telefonisch an einen Arzt und meiden Sie den Kontakt zu anderen Menschen. Wenn Sie Ihre Reise über ein Reisebüro, eine Agentur oder einen Reiseveranstalter gebucht haben, sollten Sie sich telefonisch, per Mail oder auf deren Webseiten über Aktuelles informieren und klären, ob an Ihrem Zielort eine Gefahr der Infektion für Sie besteht und Ihre Reise gegebenenfalls verschoben werden muss.

Hochzeitsgäste

Wenn Sie auf eine Hochzeit eingeladen sind, sollten Sie erst einmal nicht beunruhigt sein, dass die Gefahr einer Absage der Veranstaltung aufgrund der aktuellen Situation besteht. Wenn Sie zu den Risikogruppen gehören, sollten Sie Menschenansammlungen meiden und zuerst an Ihre Gesundheit denken.

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Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen

Zankyou möchte Sie in der aktuellen Situation unterstützen – ganz gleich, ob Sie als Dienstleister, Brautpaar oder Hochzeitsgast derzeit mit dem Thema in Kontakt sind. Wir möchten offene Fragen beantworten, Zweifel auflösen und bei Herausforderungen Lösungsansätze bieten – daher haben wir eine Kontakt-Adresse eingerichtet, über die Sie uns erreichen können: covid19@zankyou.com. Ebenso können Sie uns jederzeit auch direkt unter diesem Artikel einen Kommentar hinterlassen.