Wie viel soll der zukünftige Ehemann zur Planung der Hochzeit beitragen?

Corina Lenzi heiratet dieses Jahr und ist dementsprechend mitten in den Vorbereitungen für ihren grossen Tag. Auf Zankyou teilt sie ihre Erfahrungen, die sie während der Hochzeitsplanung macht, mit anderen Brautpaaren. Im folgenden Artikel beschäftigt sie Corina mit dem Thema, wie viel der zukünftige Ehemann zur Planung der Hochzeit beitragen soll:

Foto: shutterstock

Kaum verlobt, schon geht es los mit dem Planen der Hochzeit – und zwar gemeinsam. Einige Männer finden sich in der Rolle des passiven Mitentscheiders wieder, andere hingegen haben ganz klare Vorstellungen vom Heiraten und dem Drumherum. Für uns Frauen ist meistens beides mühsam und nervt uns früher oder später, da können mir bestimmt alle brides-to-be zustimmen. Es entstehen plötzlich Diskussionen zu den banalsten Themen, über die keiner von beiden je nachgedacht hatte. Plötzlich braucht man ein Farbkonzept und soll sich so schnell wie möglich für eine Band, einen Fotografen und eine Location entscheiden, denn die sind doch alle so schnell ausgebucht. Also wenn man noch im Folgejahr der Verlobung heiraten möchte, dann müssen Lösungen her und zwar schnell.

Sie möchte möglichst märchenhaft und pompös heiraten, er lieber im kleinen Rahmen oder umgekehrt: sie freut sich auf eine romantische, kleine Hochzeit mit den besten Freunden und den engsten Familienangehörigen, aber er hatte sich seit jeher gewünscht mit allen Verwandten und Freunden zu feiern, dass er die Liebe seines Lebens gefunden hat. Schliesslich heiratet man ja nur ein einziges Mal im Leben – hoffentlich.

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Notiz an die Frauen: Die Männer hatten nicht gewusst, dass eine Verlobung eine solche Welle an Reaktionen nach sich ziehen würde, denn sie hatten sich einfach dazu entschieden ab jetzt den Rest ihres Lebens mit dem einen Menschen zu verbringen, den sie lieben und hatten nicht vorhersehen können, dass heiraten so anstrengend sein kann und sie dann auch noch Ideen zur Prinzessinnenhochzeit an den Tag legen sollen.

Notiz an die Männer: Die Frauen wussten das genauso wenig.

Foto: Schmöckt Guet

Mein Verlobter und ich hatten seit der Verlobung im September schon unzählige, meist positive, Diskussionen und investierten etliche Stunden in Besichtigungen der Locations, Probieren der Torten und dem Sprechen mit den Trauzeugen, die entstandenen Kosten gar nicht zu erwähnen. Er spielt mir zuliebe mit, das wissen wir beide. Wir haben uns deshalb schon früh dazu entschieden, dass ich die Hauptorganisation übernehme, da mir das Ergebnis wesentlich wichtiger ist als ihm und ich zudem viel besser über Details urteilen kann, er wird sich dafür meine abendlichen Präsentationen immer interessiert anhören und sich in den Entscheidungsfindungsprozess aktiv einbringen, denn auch er soll sich Gedanken dazu machen können und nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

Bis jetzt funktioniert das ganz gut muss ich sagen. Wie ich finde, spiegelt die Art und Weise der Mithilfe beider Parteien generell den Umgang untereinander innerhalb der Beziehung wieder, wie auch bei uns: Einer nimmt sich eines Problems an, der andere unterstützt ihn bei dessen Bewältigung ohne sich dabei zu sehr einzumischen. Solange wir diese Regel befolgen sind wir auf der sicheren Seite, auch bei der Hochzeitsplanung. Klare Kommunikation ist doch der Schlüssel zu so ziemlich allem.

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Und doch antwortete er kürzlich auf meine Frage, ob denn sein Freund noch immer keine Antwort auf unser Save-The-Date gegeben hat: “Ich weiss nicht, haben wir ihn eingeladen? Ich habe ihm nichts geschickt.”, dies gefolgt von einem unwissenden Schulterzucken. Ich dachte ich würde gleich kochen. “Wie, du hast nichts geschickt?!”

Wir hatten die grandiose Idee unsere Save-The-Date-Ankündigungen als Whatsapp Video zu verschicken. Kostengünstig, locker, sympathisch, so wie wir uns das vorgestellt hatten. Als zusätzlichen Pluspunkt bekommen wir dann gleich eine erste Antwort und können nach den aktuellen Anschriften fragen – innovativ wie ich fand. Natürlich war ich die antreibende Kraft, die immer wieder auf den Aufnahmeknopf drückte, da keines der Videos so improvisiert wirkte wie ich das gewollt hatte und mit jedem Versuch schwand die Geduld meines Angebeteten etwas mehr. Er fand die Idee von Anfang an nur mässig witzig und hätte am liebsten allen nur das Datum geschickt, ohne viel Blabla. Nun hat er aber die liebe – und mühevoll bearbeitete Aufnahme nicht einmal allen seinen Kontakten gesendet, so wie das vereinbart war? Ich brach unwillkürlich eine Diskussion vom Zaun und warf ihm an den Kopf, dass er nichts beitrage und dass ich alles alleine entscheiden und auslesen müsse – völlig übertrieben natürlich. Zudem war es doch unsere Abmachung, dass er mich machen lässt, ich gebe es ungern zu.

In unserer Wunschvorstellung sollten doch die Männer genau wissen wann sie mithelfen und wann sie sich zurückhalten sollen, optimalerweise sollen sie auch nie darauf hingewiesen werden müssen, oder? Die Armen.

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Nun gilt es noch immer die Frage zu klären wie viel denn nun der Mann effektiv zur Organisation beitragen kann oder muss? Soll er sich zurückhalten und auf eine beliebige Einladungskarte zeigen, wenn er dazu befragt wird oder soll er sich proaktiv in den Planungsprozess einbringen und Vorschläge (noch besser Lösungen) bringen? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach und gilt für beide Geschlechter gleichermassen: Jeder tut das, was er am besten kann und nimmt Rücksicht auf den anderen. Beide sollen ihre Träume verfolgen können und beide haben das Recht auf eine schöne Feier. Wenn also jetzt der Mann auf seinen Vanille-Eisbecher nach dem Essen beharrt, weil das nun mal seine Lieblingsnachspeise ist und er todunglücklich wäre ohne diesen, so bleibt der Frau nichts anderes übrig als sich zu fragen: Wie wichtig ist mir das Dessert und wie kann ich die Wünsche meines Mannes mit meinen vereinen, sodass uns letzten Endes beiden gedient ist. Genauso müssen sich die Männer dieselbe Frage stellen: Wie sehr wünsche ich mir diesen Vanille-Eisbecher wirklich? Und was ist am Schluss wichtiger, das perfekte Dessert (das es nicht gibt) oder eine reibungsarme Beziehung?

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In der Hochzeitsplanung kann das Brautpaar seine Problembeseitigungsfähigkeiten fleissig unter Beweis stellen und schon mal für die Zukunft üben, woraus sich zwangsläufig Kompromisse ergeben – willkommen im Eheleben.

Kontaktieren Sie die Dienstleister, die in diesem Artikel erwähnt wurden!

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