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Wir sagen Ja! Das Wichtigste zur standesamtlichen Trauung in der Schweiz

Mit unseren To Do`s meistert ihr die Organisation eurer Ziviltrauung spielerisch. Alles rund um die standesamtliche Trauung in der Schweiz. Vorbereitung, Planung und Ablauf.

Wir sagen Ja! Das Wichtigste zur standesamtlichen Trauung in der Schweiz
Bridal Musings, Junebug Weddings, Liebe zur Hochzeit
  • Zivil
  • Brautpaar

Eure Herzen schlagen in einem Takt – und das wollt ihr euch jetzt auch ganz offiziell vor dem Gesetz sagen. Doch nach der Aufregung um den Heiratsantrag kommen die ersten Fragen auf: Wie ist das Vorgehen bei einer standesamtlichen Trauung? Welche Dokumente brauchen wir? Wie ist der Ablauf der Trauungszeremonie? Wir geben euch Infos und Tipps: So wird das Abenteuer Ziviltrauung zu einem wunderschönen Erlebnis!

  1. Vor der Trauung: Das Gesuch um Vorbereitung der Eheschliessung
  2. Wo heiraten wir? Das Vorgespräch mit dem Zivilstandsbeamten!
  3. Soll ich meinen Namen ablegen?
  4. Wie läuft eine standesamtliche Trauung ab?
  5. Wie teuer ist eine zivile Trauung?
  6. Was machen wir nach der Trauungszeremonie?
  7. Welches Kleid trage ich zur standesamtlichen Trauung?
  8. Braucht’s einen Brautstrauss zur standesamtlichen Trauung?
  9. Woran müssen wir nach der Hochzeit denken?

1. Vor der Trauung: Das Gesuch um Vorbereitung der Eheschliessung

Egal, ob ihr eine kirchliche Hochzeit oder eine freie Trauung plant, der erste Schritt ist die standesamtliche Trauung. Sie ist der zivilrechtliche, gesetzlich legale Beweis, dass ihr Mann und Frau seid. Hört sich trocken an. Muss es aber nicht sein. Und vielleicht gehört ihr ja auch zu den Paaren, die sich nur diese eine einzige Form der Trauung wünschen.

Um heiraten zu dürfen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Das Paar muss aus Mann und Frau bestehen (das ändert sich zum 1. Juli 2022)
  • Die Verlobten müssen mindestens 18 Jahre alt sein
  • Man muss unverheiratet sein und darf in keiner eingetragenen Partnerschaft leben
  • Man darf in keinem näheren Verwandtschaftsverhältnis zueinander stehen
  • Ohne Schweizer Bürgerrecht benötigt der Partner je nach Herkunftsland ein Einreisevisum für die Eheschliessung in der Schweiz

Stimmen alle Kriterien, könnt ihr beim Zivilstandsamt euer Wohngemeinde – oder solltet ihr noch nicht zusammen wohnen, beim Zivilstandsamt der Wohngemeinde von einem von euch – das Formular „Vorbereitung zur Eheschliessung“ anfordern, teilweise steht es online zum Download bereit. Dort wird euch auch gesagt, welche Dokumente ihr zur Anmeldung der Trauung braucht. Das ausgefüllte Formular reicht ihr beim Zivilstandsamt eurer Wohngemeinde ein. Weitere Dokumente:

  • Wohnsitznachweis
  • Identitätsausweis
  • Hat das Paar ein gemeinsames Kind, benötigt das Standesamt die Geburtsurkunde des Kindes sowie ein Dokument, aus dem das Kindesverhältnis zum Vater hervorgeht (Anerkennungsurkunde, Vaterschaftsurteile, Adoptionsentscheid).

Alle Dokumente müssen im Original eingereicht werden und dürfen nicht älter als 6 Monate sein!

Liegen dem Zivilstandsamt alle Unterlagen vor, müssen die Verlobten persönlich dort bestätigen, dass sie die Voraussetzungen für eine Trauung erfüllen. Im Anschluss prüft das Standesamt das Gesuch um Eheschliessung. Ist alles in Ordnung, erhält das Paar schriftlich Nachricht zur Bewilligung der Heirat. Jetzt läuft die Zeit: Innerhalb von 3 Monaten müssen sich die Verlobten vor dem Zivilstandsbeamten im Beisein von 2 Trauzeugen das Ja-Wort geben.

2. Wo heiraten wir? Das Vorgespräch mit dem Zivilstandsbeamten!

Einzigartiger Tag – besonderer Ort! Auch wenn das Gesuch um Eheschliessung beim Zivilstandsamt eurer Wohngemeinde eingereicht werden muss, könnt ihr trotzdem ein anderes Traulokal für die Hochzeit wählen: Gegen eine Gebühr stellt euch der Zivilstandsbeamte eine Trauungsermächtigung aus. Damit könnt ihr auf jedem Zivilstandsamt in der ganzen Schweiz heiraten!

Um für sich das richtige Traulokal zu finden, gilt es einiges zu beachten! Macht mit dem Zivilstandsbeamten des Traulokals eurer Wahl einen Termin zum Vorgespräch aus. Klärt alle eure Fragen und erzählt ihm, wie ihr euch eure zivile Hochzeit vorstellt. Bedenkt dabei einige Punkte:

  • Natürlich muss euch das Trauzimmer gefallen
  • Passt die Chemie zwischen euch und dem Zivilstandsbeamten? Ist euch die Person sympathisch?
  • Je nachdem, wie viele Gäste eingeladen sind, ist die Grösse des Trausaals von Bedeutung: Wie viele Personen können an der Trauung teilnehmen? Ist das Zivilstandsamt gut erreichbar? Das ist vor allem dann wichtig, wenn sich die Verlobten unter der Woche und während der Arbeitszeit das Ja-Wort geben
  • Wenn ihr ohne Zeitdruck heiraten wollt, sind 2 Fragen massgebend: Wie viele Trauungen werden täglich durchgeführt? Wieviel Zeit plant der Zivilstandsbeamte pro Trauung ein?
  • Da standesamtliche Trauungen üblicherweise montags bis freitags stattfinden, könnte es für euch ausserdem von Interesse sein, ob auch eine Trauung am Samstag drin ist. Vor allem dann, wenn ihr die Zivilhochzeit als euer Hauptereignis plant. Ein Tipp am Rande: Ihr könnt versuchen, euch als letzte Trauung vor der Mittagspause oder am Abend eintragen zu lassen. So gibt’s weniger Druck, kein weiteres Paar wartet auf seinen Auftritt. Gerade im Standesamt Zürich oder anderen grösseren Städten wie Basel lassen sich täglich viele Paare trauen
  • Geht es für euch nach der Ziviltrauung noch in die Kirche oder plant ihr eine freie Trauung, ist es für euch ein MUSS zu prüfen, ob vor dem Kirchentermin ein Trautermin auf dem Zivilstandsamt frei ist – denn ohne zivile Trauung gibt’s keine kirchliche Trauung
  • Wünscht ihr euch Musik zum Einzug des Brautpaares oder am Anfang der Zeremonie? Besprecht die Möglichkeiten mit dem Zivilstandsbeamten!
  • Manche Traulokale sind besonders gefragt. Vor allem samstags. Und damit auch weit im Voraus ausgebucht. Bis zu 6 Monate vor der eigentlichen Trauung kann ein Trauzimmer offiziell vorreserviert werden. Manche Traulokale genehmigen nach Absprache eine noch längerfristige Vorreservierung. Fragt so schnell wie möglich bei dem Traulokal eurer Wahl nach!

Zu guter Letzt: Denkt ihr an einen Apéro nach der standesamtlichen Trauung? Fragt, ob das erlaubt ist und lasst euch das dafür vorgesehene Plätzchen zeigen.

 

3. Soll ich meinen Namen ablegen?

Der Name hat häufig was mit Identität zu tun. Deshalb tun sich die künftige Braut oder der baldige Bräutigam manchmal etwas schwer damit. Ist es für die einen gar keine Frage, fällt es den anderen um so schwerer: Hört sich das nicht komisch an, mein Vorname mit dem Nachnamen meines Partners? Und wie unterschreibe ich dann künftig? Ich hatte mein ganzes Leben meinen Nachnamen, das bin doch ich! Und doch hat es auch was sehr schönes, wenn das Paar den gleichen Namen trägt, wenn die Kinder später einmal genauso heissen wie ihre Eltern.

In der Schweiz kann jeder seinen Namen behalten. Oder man entscheidet sich für einen gemeinsamen Ehenamen. Ob das der Familienname der Frau oder des Mannes ist, entscheidet ihr. Eine andere Alternative ist ein Doppelname, getrennt durch einen Bindestrich. Im Zivilstandsregister wird der Kombiname nicht eingetragen, im Alltag ist er aber verwendbar und auch auf der Identitätskarte und im Pass kann man sich ihn auf Antrag eintragen lassen. Einzig der Doppelname ohne Bindestrich ist nicht erlaubt.

4. Wie läuft eine standesamtliche Trauung ab?

Je nach Vorstellung der Verlobten kann eine zivile Trauung zwischen 20 und 30 Minuten dauern. Besteht der Wunsch nach Musik beim Einzug des Brautpaares – oder der Braut, während der Bräutigam bereits vorne wartet – oder beispielsweise eine besondere Ringübergabe, solltet ihr auf alle Fälle im Vorgespräch mit dem Zivilstandsbeamten alle Einzelheiten besprechen. Umso persönlicher ihr eure standesamtliche Trauung gestaltet, desto mehr bleibt sie euch als schöner Start auf eurem Weg als Brautpaar in Erinnerung – dabei ist unerheblich, ob noch eine kirchliche oder freie Trauung folgt. Natürlich kann es sein, dass die zivile Hochzeit für euch nur ein Muss-Punkt ist und die weitere Trauungsart an Wichtigkeit an oberster Stelle steht. Aber vielleicht liegt euch die standesamtliche Trauung ebenso am Herzen; möglicherweise ist es gar euer Hauptakt! Doch wie läuft so eine zivile Trauzeremonie im Groben nun ab?

Nach dem Eintrudeln der Gäste prüft der Zivilstandsbeamte die Ausweise – nicht vergessen! – des Brautpaares und der Trauzeugen. Alle setzen sich; das Brautpaar und die Trauzeugen setzen sich gemeinsam mit den Standesbeamten an den Trautisch. Dieser begrüßt die Gäste, danach beginnt die Traurede: Etwas aus der Lebensgeschichte des Paares, ein Gedicht, Ehe-Ratschläge, die Geschichte des Zivilstandsamts – alles ist erlaubt.
Ihr wollt euch ein Ehegelübde geben? Auch das ist möglich, sofern der Zivilstandsbeamte Bescheid weiss! Jetzt kommt es zum wichtigsten Moment der Trauzeremonie: Ihr gebt euch das Ja-Wort! Es folgt der Ringwechsel (solltet ihr euch den nicht für die krichliche/freie Trauung aufheben) und der Kuss. Nun besiegelt ihr die Eheschliessung offiziell mit eurer Unterschrift. Denkt bei einem Namenswechsel daran, dass ihr mit dem neuen Namen unterschreibt. Es folgen die Unterschriften der Trauzeugen und des Zivilstandsbeamten. Abschlussrede. Manchmal eine Geschenkübergabe, Gratulation von Seiten des Standesbeamten und Überreichung des Familienbüchleins. Die standesamtliche Trauung ist zu Ende und die Gäste gratulieren den frisch Vermählten.

5. Wie teuer ist eine zivile Trauung?

Die Kosten für eine standesamtliche Trauung können ganz unterschiedlich ausfallen. In der Regel kostet eine zivile Trauung zwischen 300 und 400 Franken. Fragt am besten bei eurer Gemeinde nach. Besondere Traulokale, beispielsweise das Schloss Wyl in Schlosswill bei Bern oder das C. F. Meyer-Haus in Kilchberg bei Thalwil, können gegen einen Aufpreis gebucht werden. Dafür heiratet ihr in einer besonders schönen Umgebung. Gerade, wenn ihr euch dazu entschieden habt, euren Fokus auf die zivile Trauung zu legen, ist ein spezielles Trauzimmer vielleicht genau das Richtige: Schließlich verdient der Tag, an dem ihr Ja zueinander sagt, auch den gebührenden Glamour.

6. Was machen wir nach der Trauungszeremonie?

Jetzt wird es kreativ! Egal, ob ihr oder eure Trauzeugen das Danach organisieren – es gibt tolle Möglichkeiten, die Trauzeremonie ausklingen zu lassen.

  • Seid ihr in einem Sportverein oder arbeitet euer Partner bei der Feuerwehr? Spalier stehen gibt immer was her – und ganz nebenbei ist auch noch ein tolles Foto drin. Spalier stehen geht natürlich auch ohne Sport- oder Arbeitsbezug. Mit bunten Lustballons, Fähnchen, Rosen oder Weddings Wands, also mit Stäben, an denen Bänder hängen, wird der Weg vom Trauzimmer zum Ausgang ein Higlight.
  • Wollen eure Hochzeitsgäste Reis, Rosenblätter oder Konfetti werfen, fragt am besten bei Zivilstandsamt nach, was erlaubt ist.
  • Besonders schön ist es, das Trauzimmer musikalisch begleitet zu verlassen. Eine kleine Musikgruppe gibt natürlich besonders was her. Aber auch Musik vom Band kann toll sein. Hauptsache, sie ist fröhlich und laut genug. Am besten funktioniert hierfür eine Boombox, die man laut aufdrehen kann.
  • Ein Sektempfang mit kleinen Snacks passt immer nach einer Trauung. Anstossen auf die frisch Vermählten – wer will das nicht?! Auch mit dem klassischen Apéro macht man alles richtig. Dabei können Gäste das ein oder andere Geschenk überreichen – vor allem, wenn nach dem Apéro nichts weiter geplant ist.
  • Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich Fototermine nach der standesamtlichen Trauung. Besonders wichtig ist der Fotograf natürlich, wenn die zivile Hochzeit euer einziger Termin ist. Ein Foto von der Braut in Brautkleid an der Seite ihres Liebsten ist dann ein Muss. Aber auch, wenn ihr eine kirchliche Trauung plant, habt ihr euch für die Ziviltrauung in Schale geschmissen, tragt ein besonders schönes Kleid für die zivile Hochzeit und der Bräutigam einen Anzug, speziell für diesen Tag.
  • Baumstämme zersägen, Heliumluftballons mit Wünschen fliegen lassen, Braut und Bräutigam in die Luft heben, Brautstrauss werfen – eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Eine wunderschöne Gartenparty, ein feierliches Abendessen oder eine große Feier mit allen Freunden und Verwandten machen euren Tag komplett.

7. Welches Kleid trage ich zur standesamtlichen Trauung?

Viele Brautpaare entscheiden sich gegen eine kirchliche Hochzeit. Die standesamtliche Trauung steht als offizieller Hochzeitstag im Mittelpunkt. Ein Brautkleid zum Standesamt muss her. Ein richtiges. So wie ihr es euch vorstellt. Mit Pompom, ohne Pompon, schlichte A-Linie, mit Spitze, im Vintagestil – am besten macht ihr gleich einen Termin in einem Brautmodenladen aus. Oder ihr lasst euch euer Traumkleid zur zivilen Hochzeit schneidern. Passend zur Braut sucht sich der Bräutigam seinen Hochzeitsanzug aus … und ihr seid DER Hingucker schlechthin. Je nach Menschentyp und Wichtigkeit des Anlasses ist es anderen Paaren wiederum viel zu viel. Sie mögen es lieber dezent und suchen sich dementsprechend ihr Outfit. Vielleicht ist eine Mischung aus Unaufgeregtheit und Glamour perfekt: beispielsweise mit einem Brautkleid, das einen kurzen Rock hat oder einem edlen weissen Jumpsuit. Grundsätzlich ist beim Standesamt alles erlaubt. Ihr entscheidet. Denn immerhin ist das euer grosser Tag. 

8. Braucht`s einen Brautstrauss zur standesamtlichen Trauung?

Auch ein Brautstrauss ist durchaus erlaubt und auf dem Standesamt gerne gesehen. Selbst, wenn ihr ein paar Tage darauf kirchlich heiratet, kann ein Brautstrauss passend sein. Anderes Outfit, anderer Brautstrauss. Und Paare, die nur standesamtlich heiraten, sollten erst recht alle Details in Punkto Hochzeit mitnehmen – inklusive Brautkleid und Brautstrauss. Und seien wir mal ehrlich: So ein Brautstrauss kleidet ungemein. Er ist das Accessoire, das dich sofort hervorhebt und als Braut kennzeichnet.

 

9. Woran müssen wir nach der Hochzeit denken?

Kommen wir zum Schluss nochmal zur Bürokratie: Nach der Hochzeit gibt es einige Dinge zu erledigen. Der neue Zivilstand interessiert verschiedene Institutionen.

Gemeindeverwaltung, kantonale Steuerverwaltung, Arbeitgeber, Bank, Post und Versicherungen – alle wollen die Neuigkeiten! Auch im Zusammenhang mit dem Abschluss bestimmter Verträge spielt der Zivilstand eine Rolle. Sollte bei der Einwohnerkontrolle der Heimatschein hinterlegt sein, müssen Ehepartner diesen erneuern. Hat einer von euch den Namen des anderen angenommen? Der Name muss auch auf Identitätskarte, Pass, Führerausweis, Bank- und Kreditkarte geändert werden.

 

Jetzt wisst ihr alles, was ihr für die Vorbereitung der standesamtlichen Hochzeit wissen müsst. Im nächsten Schritt geht es dann an die Vorbereitung der kirchlichen Trauung. Und solltet ihr doch noch Anregungen für euren perfekten Tag brauchen, ladet euch einfach unser kostenloses Ebook herunter.

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