Freie Trauungszeremonie: 10 Punkte, die Sie bei der Planung unbedingt beachten sollten!

Freie Trauung – wie funktioniert das? Wie sieht da die Planung aus? Fragen Sie sich das momentan auch? Dann kann Ihnen unsere Expertin, Yvonne Hochheuser,  ein stolzes VUSH-Mitglied, weiterhelfen. Die langjährige Hochzeitsplanerin und erfahrene Trauungsgestalterin hat durch ihre Tätigkeit in der Hochzeitsbranche viele Erfahrungen gesammelt und gibt Ihnen eine Übersicht darüber, was bei der Planung der freien Trauungszeremonie zu beachten ist: 

Camera Mirage
Foto: Camera Mirage

Die freie Trauung erfreut sich auch in der Schweiz immer grösserer Beliebtheit. Sie erfordert allerdings einiges mehr an Planung als eine zivile oder Kirchenhochzeit – Yvonne Hochheuser* sagt Ihnen, welche 10 Schritte Sie unternehmen müssen, damit diese ein voller Erfolg wird!

  1. Legen Sie fest, wann Sie heiraten möchten – dabei geht es nicht nur um mögliche Daten, die mit den wichtigsten Gästen unbedingt abgesprochen werden sollten, sondern auch um den Ablauf am Hochzeitstag: Um welche Uhrzeit soll die Trauung stattfinden? Ist zwischen dem Ort der Trauung und dem des Banketts eine grössere Verschiebung notwendig oder ist ein entsprechendes Rahmenprogramm (z.B. eine Schifffahrt) geplant, liegt ein Termin am frühen Nachmittag auf der Hand. Findet hingegen alles am selben Ort statt, sollten sie nicht zu früh beginnen – lange Wartezeiten und endlose Apéros gilt es zu vermeiden, die Trauung am späteren Nachmittag ideal! Vielleicht entscheiden Sie sich aber auch für etwas ganz Unkonventionelles und ungemein Romantisches wie eine Trauung bei Sonnenuntergang oder bei Mondschein?
Del Castillo Photography
Foto: Del Castillo Photography
  1. Bestimmen Sie, wo Sie getraut werden möchten: Klassisch – z.B. in einer Villa oder auf einem Schloss? Unkonventionell – z.B. auf einem Bauernhof oder im Gewächshaus? Am Ort des Banketts – viele Hotels und Restaurants verfügen über entsprechende Möglichkeiten und aufwändige Verschiebungen erübrigen sich. Oder vielleicht heiraten sie doch in einer Kirche oder Kappelle – viele bieten einen optimalen Rahmen und stehen auch für freie Trauungen zur Verfügung. Überlegen Sie sich auch, ob die Trauung drinnen oder draussen stattfinden soll – letztere verursacht zusätzlichen Aufwand, siehe Punkt 7. Beachten Sie auch, dass Sie bei der Trauung draussen auf jeden Fall eine angemessene Schlechtwettervariante brauchen – und nein, ein windiges Partyzelt ist keine Option! Sobald Sie wissen, was Sie möchten, können Sie mit der Suche beginnen – im Idealfall 18 – 12 Monate vor der Hochzeit, viele attraktive Trauungslokalitäten in der Schweiz sind sehr schnell ausgebucht!
Díez y Bordons
Foto: Díez y Bordons
  1. Überlegen Sie sich, wer ihre Trauung durchführen könnte – beginnen Sie mit der Suche nach “ihrem” Trauungsgestalter; dieser kann sowohl ein Mann also auch eine Frau sein. Mindestens so wichtig, wie der Ort, wo die Trauung stattfindet, ist die Person, die Sie traut – Sie sollte vollumfänglich Ihren Vorstellungen entsprechen und Ihnen sympathisch sein. Vereinbaren Sie ein erstes Gespräch und fragen Sie nach: Welchen Inhalt wird ihre Trauung haben – können Sie diesen mitbestimmen bzw. die Trauung mitgestalten? Ist die Trauzeit frei wählbar? Wie tritt der Trauungsgestalter bei der Trauung auf (Outfit), was bringt er mit (Mikrophon, Headset…)? Was kostet er und was ist im Preis alles inbegriffen (Vorgespräche, Reisezeit, Fahrspesen)? Auch hier sollten Sie möglichst schnell zumindest eine Reservation tätigen und mit Ihrem Entscheid nicht zu lange warten – gute Trauungsgestalter sind oft Monate im Voraus ausgebucht!
Camera Mirage
Foto: Camera Mirage
  1. Sobald die Lokalitäten für Trauung, Apéro und Bankett und die Person, die Sie traut, feststehen, können Sie sich mit den Einladungen beschäftigen. Denken Sie daran, dass die Trauung im Freien in der Regel ein spezieller Dresscode erfordert – dunkle Anzüge und lange Kleider sind hier wenig passend, hier sollten auch Sommerkleider und -anzüge erlaubt sein! Machen Sie einen Hinweis bezüglich Schuhe, wenn die Trauung bei entsprechenden Bedinungen auf Rasen stattfindet – sie wollen sicher vermeiden, dass die weiblichen Gäste mit High Heels darin steckenbleiben!
  1. Organisieren Sie die passende musikalische Begleitung für ihre Trauung – hier sollten sich nicht aus Kostengründen auf Live-Musik verzichten; Musik ab Band nimmt der Trauungszeremonie viel an Authentizität und Romantik! Lieber hier einen Solisten oder ein Duo engagieren, die mit ihren Lieblingsliedern der Trauung einen noch persönlicheren Touch geben und am Abend dann auf einen DJ zurückgreifen. Viele Musiker sind gegen ein kleines Aufgeld auch gerne bereit, auch noch den Apéro musikalisch zu umrahmen.
Elena Fleutiaux Photographie
Foto: Elena Fleutiaux Photographie
  1. Sie möchten wertvolle Erinnerungen an Ihre Trauungszeremonie? Dann engagieren Sie zumindest für die Dauer derselben einen professionellen Hochzeitsfotografen! Auch wenn Sie nur über ein kleines Budget verfügen und danach Gäste darum bitten, von ihrer Hochzeit ein paar Fotos zu machen – während der Trauung wollen Sie sicher vermeiden, dass ständig Smartphones und Kameras klicken! Ein routinierter Fotograf weiss genau, wo er sich positionieren muss, um die besten Bilder von Einzug, Ja-Wort, Ringtausch, Kuss und weiteren Höhepunkten zu machen!
Basile Crespin Photographe
Foto: Basile Crespin Photographe
  1. Kümmern Sie sich um das Setting an ihrer Trauung – anders als auf dem Zivilstandsamt oder in der Kirche ist dieses nicht automatisch gegeben und unter Umständen müssen Sie noch einiges organisieren: Stühle oder Bänke für die Gäste, einen Tisch oder ein Rednerpult für den Trauungsgestalter, Verstärker und Mikrophon…Je nach dem, wie schön der Raum ist, den Sie für die Trauung vorgesehen haben – braucht es auch einiges an Blumen und Dekoration, damit er richtig festlich wirkt. Hier können Hussen, ein Teppichläufer, Blumenspaliere und -bögen etc. Wunder wirken! Überlegen Sie sich auch, wie Sie sitzen möchten – vor den Gästen oder ihnen halb zugewandt? Auf speziellen Stühlen oder einer originellen Bank? Auch das will organisiert sein!
Volvoreta Bodas
Foto: Volvoreta Bodas
  1. Bestimmen Sie den “Master of Ceremony“, in der Schweiz meist “Täschmeister” genannt. Dieser sorgt dafür, dass vor, während und nach der Trauung alles reibungslos abläuft; er hilft den Gästen, ihre Plätze zu finden, schliesst die Türe nachdem das Brautpaar eingezogen ist und eliminiert wenn nötig Umgebungslärm, in dem er freundlich und bestimmt für Ruhe sorgt. Nach dem Auszug des Brautpaares sorgt er dafür, dass alle und alles am richtigen Ort sind (Ringkissen und ähnliches auf dem Geschenketisch; die Gäste beim Apéro…) und hilft bei Bedarf beim Abbau von Musik und Mobiliar. Die Trauzeugen sollten Sie für diese Aufgabe nicht in Betracht ziehen – ihnen gebührt während der Trauung der Platz an ihrer Seite bzw. in der ersten Reihe!
Elena Fleutiaux Photographie
Foto: Elena Fleutiaux Photographie
  1. Legen Sie den Ablauf an ihrer Trauung in Absprache mit dem Trauungsgestalter im Detail fest: Wer ist wann vor Ort? Wer zieht wann ein und in Beleitung von wem? Welches Lied wird wann gespielt? Wer bringt die Ringe? Welche Mitteilungen müssen am Ende der Zeremonie noch gemacht werden und von wem? Wie verläuft der Auszug – wird ein Spalier gewünscht? Kommunizieren Sie den detaillierten Ablauf allen Beteiligten, damit jeder Bescheid weiss – sie vermeiden damit unnötige Aufregung am Hochzeitstag!
Alicia Nacenta
Foto: Alicia Nacenta

10. Wenn der grosse Tag endlich da ist: Geniessen Sie Ihre Trauungszeremonie in vollen Zügen und ärgern Sie sich nicht, wenn dann doch nicht alles so läuft, wie geplant oder erhofft! Wichtig sind in diesem Moment nur Sie beide – Ihre Liebe wird an diesem Tag gefeiert! Wir wünschen gutes Gelingen!


Kontaktieren Sie die Dienstleister, die in diesem Artikel erwähnt wurden!

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