Wie Sie Ihr Brautkleid richtig auswählen - In 5 Schritten zum Traumkleid

Carolina Herrera
Wie Sie Ihr Brautkleid richtig auswählen. Credits: Carolina Herrera

Es ist soweit, die Suche nach dem perfekten Hochzeitskleid beginnt. Der Traum aller Träume wird wahr. Sie fragen sich wie und wonach Sie suchen sollen oder wo Sie mit der Suche anfangen können? Wir haben Ihnen 5 Tipps für die richtigen Brautkleidsuche zusammengestellt.

1. Ihre Persönlichkeit

Da Sie sich  in ihrem Brautkleid nicht verkleidet fühlen wollen, ist vermutlich nicht jeder Trend etwas für Sie. Denn nicht jedem steht alles und nicht jeder fühlt sich in allem wohl. Informieren Sie sich über die aktuellen Trends auf verschiedenen Blogs und Hochzeitswebseiten wie Zankyou um zu sehen, welche Möglichkeiten Sie haben und abzuwägen, was Ihnen im Allgemeinen gefällt.

Klassisch: Traditionelle Schnitte und Stoffe, alles nie aus der Mode kommt, gefällt der klassischen Braut. Schlicht, elegant und raffiniert muss es sein. Ein Kleid mit Rundhals- oder V-Ausschnitt und dazu einen Schleier und Schmuck mit Perlen oder Diamanten, das wird die klassische Braut tragen.

RomantischZart und einfach, so sind romantische Bräute. Sie wählen oft Kleider aus Tüll oder Chiffon mit romantischer Spitze und Stickerein floraler Motive.

Boho: Eine Hochzeit im Freien oder am Strand fordern ein Brautkleid im Boho-Stil. Um den Hippie-Look zu perfektionieren setzen Bräute auf leichte Stoffe und Accessoires wie Blumenkränze.

Vintage: Vintage-Bräute lieben alte Stile, Spitze und viktorianische Kleider.  Sie suchen nach aussergewöhnlichen Stoffen um ihren Vintage-Look zu kreieren. 

Modern: Die moderne Braut verleiht ihrem Brautkleid eine moderne Note. Sie wagt etwas durch asymmetrische Schnitte, lange Schlitze, Taschen im Rock oder trägt gar ein kurzes Kleid. 

Das Kleid sollte vor allem den natürlichen Stil der Braut wiederspiegeln. Wenn Sie ein Modell wählen das nicht Ihrem Stil entspricht, werden Sie sich nicht wohlfühlen und ihr gesamtes Auftreten wird dadurch beeinflusst. Ausserdem sollten Sie nie ein Design kaufen das dem neusten Trend folgt, Ihnen aber nicht gefällt. Auch nicht wenn Sie wollen, dass Ihr Kleid aussergewöhnlich ist. Geben Sie nicht auf! Am Ende des Tages ist das Hochzeitskleid das Kleid der Braut, so wie es ihr gefällt. Wenn Sie immer von einem roten Kleid geträumt haben, warum dann nicht in einem roten Kleid heiraten? Vertrauen Sie auf die Erfahrung und das Wissen der Designer und Mitarbeiter im Brautmodengeschäft und lassen Sie sich beraten. Behalten Sie Ihre Ideen im Hinterkopf und lassen Sie sich nichts aufdrängen! Das Kleid soll schliesslich Ihre Persönlichkeit wiederspiegeln und nicht Sie ihr Kleid.

2. Der Stoff

Ziehen Sie die Massanfertigung Ihres Kleides in betracht. Viele Bräute denken, dass es viel teurer sei zu einem Schneider zu gehen der Kleider massanfertigt als ein Kleid von der Stange zu kaufen, aber dem ist nicht so. Das Preis-Leistung-Verhältnis  ist überragend. Ihr Kleid wird sich wie ein Handschuh an Ihren Körper anschmiegen, spektakulär! Möchten Sie kein massangefertigtes Kleid empfehlen Designer ein Katalogkleid zu kaufen und dieses an Ihren Körper anpassen zu lassen. Suchen Sie sich das Kleid in dem Sie sich wohlfühlen und lassen Sie es nach Ihren Wünschen verändern: Eine Applikation an der Taille oder Hüfte, ein anderer Stoff oder ein gewagtes Accessoire, etwas das Ihre Persönlichkeit wiederspiegelt. Seien Sie kreativ!

Schönheit und Komfort sind vereinbar. Mit einem zu engen Kleid können Sie Ihre Feier nicht geniessen und bereuen Ihre Wahl. Entscheiden Sie sich für ein Kleid, dass Ihnen alles erlaubt um Ihren grossen Tag zu geniessen. Achten Sie hochwertige Stoffe und wenden Sie sich, falls nötig, an einen Experten. Wir haben Ihnen hier eine Übersicht der häufigsten Brautmodenstoffe zusammengestellt.

Mikado: Ein glänzender, dicker und natürlicher Seidenstoff.

Brokat: Stoff mit Gold- oder Silberreliefs. Die Muster sind orientalisch inspirierte pflanzliche oder geometrische Motive.

Piqué: Ein rauer, fester Stoff,  auf dem feine netzartige Muster erkennbar sind. 

Pronovias y Rosa Clará
Brokat und Piqué. Credits: Pronovias und Rosa Clará

Otomán: Ist grob und fest und hat eine leichte Schraffur. 

Taft: Ist sehr helle, voluminöse Seide.

Organza: Sehr dünner, beinah transparenter Stoff aus Seide oder Baumwolle, der aufgrund einer chemischen Behandlung sein besonderes Aussehen erhält. 

Crepé: .Ein Ein unregelmässig, körnig erscheinender Stoff. Es kann sich hierbei um Wolle, Plissee, Georgette oder anderen Stoff handeln. Er wird häufig für Kleider im Meerjungfrauenstil oder für Kleider mit viel Volumen verwendet. Stickerein oder Strass gehen mit diesem Stoff einher. 

Rosa Clará y Pronovias
Crepé und Organza. Credits: Rosa Clará und Pronovias

Spitze: Eine Mischung aus Seide, Baumwolle und Leinen oder Metallfäden. Spitze wir immer zusammen mit anderen Stoffen verwendet und ist ein Muss für Kleider im Vintage-Stil.

Chiffon: Ideal für weiche Designs, wie Hochzeitskleider für den Strand. Chiffon ist ein leichter, weicher Stoff, der nur wenig wiegt.

Tüll: Sehr leichtes und transparentes Gewebe mit Mesh-Optik und grober Textur.

Fotos: Carolina Herrera y Oscar de la Renta
Chiffon und Tüll. Credits: Carolina Herrera und Oscar de la Renta

3. Der Farbton

Nicht jeder Farbton passt zu jedem Hauttyp, deshalb sollten Sie die Farbe Ihres Brautkleides mit Vorsicht wählen. Damit Sie nicht verzweifeln, haben Sie hier die verschiedenen Brautkleidfarbtöne zusammengefasst.

Weiss: Ein bläulich schimmerndes Weiss. Perfekt für dunkelhäutige Bräute.

Schneeweiss: Strahlendes, fast reines Weiss ohne bläulichen Schimmer, das vor allem zu dunklem Teint passt.

Eierschalenfarben: Mit 90% der beliebteste Farbton bei der Brautkleidwahl. Eierschalenfarben ist der natürliche Farbton von Seide bevor diese eingefärbt wird. Ein sogenanntes Off-White, das Bräuten schmeichelt die weder einen sehr hellen noch einen sehr dunklen Teint haben.

Perlweiss: Eierschalenfarbe mit einem Hauch Vanille, so lässt sich dieser Farbton beschreiben. Diese Farbe wird selten verwendet.  Vor allem von Frauen über 40 Jahren bevorzugen Kleider in diesem Ton. Perfekt für Bräute mit sehr dunkler Haut.

Elfenbeinfarben: Fast schon Beige, aber dennoch weiss. Elfenbein ist einer der beliebtisten Farbtöne für das Hochzeitskleid, da dieser Farbton am wärmsten ist. Wenn sie einen sehr hellen Teint haben sollten Sie sich für ein  Kleid in dieser Farbe entscheiden.

Champagner: Ähnlich wie das Getränk dessen Namen dieser Farbton trägt, ist er leicht goldend. Das kann nicht jeder Hauttyp tragen. Bei Bräuten mit dunkler Haut sieht Champagner atemberaubend aus.

Nude: Nude ist in der Regel nicht die Farbe des gesamten Kleides, sondern wird nur für die Kombination mit den Farbtönen Weiss und Eierschale aber auch für die sogenannte Tattoo-Spitze verwendet.

Zartrosa: Kein Weiss aber dennoch ein beliebter Farbton für Brautkleider. Besonders für den Vintage-Stil wird dieser Farbton benutzt. Für Bräute mit heller Haut geeignet.

4. Ihre Körperform

Sie haben schon ersten Ideen, wissen aber nicht welcher Schnitt zu ihrer Figur passt? Viele Bräute haben einen konkreten Schnitt im Kopf, tragen im Endeffekt aber einen ganz anderen. Denn manchmal ist es Liebe auf den ersten Blick, nach der Anprobe ist aber klar: Es doch nicht das richtige Kleid. Damit Sie bereits jetzt eine Ahnung davon haben welcher Schnitt ihrer Figur schmeichelt, finden Sie hier eine kurze Erläuterung der verschiedenen Körperformen. 

Shutterstock
Foto: Shutterstock

Rechteckige Körperform: Vermeiden Sie enge und geradlinige Kleider, fliessende Designs und kurze Ärmel. Um sich wohl zu fühlen sollten Sie den Bereich oberhalb der Taille betonen. Tragen Sie einen V-Ausschnitt oder nackte Schultern. Tragen Sie besser keine sehr langen Röcke mit langer Schleppe und vermeiden sie einen quadratischen oder runden Ausschnitt.

Dreieckige Körperform: In diesem Fall sollten Sie die Aufmerksamkeit auf Ihren Oberkörper lenken. Wählen sie ein Modell der A-Linie das nicht zu eng anliegt um Ihre Hüften zu kaschieren. Auch der Prinzessinenschnitt ist vorteilhaft für diese Körperform. Ornamente und Drapierungen beschränken Sie auf das Oberteil und tragen einen V-Ausschnitt.

Runde Körperform: Tragen Sie ein Kleid mit hoher Taille im  Empire-Stil und fliessendem Rock. Entscheiden Sie sich für einen Herz- oder V-Ausschnitt. Weniger ist in diesem Fall mehr! Kaum Ornamente, dafür schlichte Eleganz. 

Sanduhrform: Mit dieser Körperform können Sie ohne Bedenken jede Schnittform tragen. Entscheiden Sie sich für jene, die am besten sitzt. Der U-Boot-Ausschnitt ist für Frauen mit der Sanduhrform ideal. Haben Sie eine grosse Oberweite überlagern Sie Ihr Kleid nicht mit Verzierungen. Bei kleiner Oberweite darf es ruhig etwas mehr sein.

Umgedrehte Dreiecksform: Im Wesentlichen sollten Sie das Volumen an den Schultern kaschieren und an den Hüften welches schaffen. Wie Sie das anstellen? Mit geschlossenen Dekolletés, kastenförmigen und geschlossenen Ausschnitten und voluminösen Röcken mit Applikationen. So werden Sie einen stilvollen Auftritt hinlegen!

Die Brust: Wenn Sie Ihre Oberweite etwas kaschieren möchten, sollten Sie sich für einen V-Ausschnitt entscheiden. Um Ihre Oberweite in Szene setzen sollten Sie ein enganliegendes Kleid mit wenig Ausschnitt tragen. Wenn Sie mögen fügen Sie einige Drapierungen an der Brust hinzu. Viele Bräute setzten  auch auf einen tollen Rückenausschnitt.

Ihre Körpergrösse: Kleine Bräute sollten auf voluminöse Kleider verzichten, denn diese lassen Sie noch kleiner erscheinen. Vermeiden Sie Kleider mit horizontalen Schnitten um nicht breiter auszusehen. Grosse Bräute sollten auf ein Kleid mit niedriger oder Wespentaille zurückgreifen um ihre Figur in Szene zu setzen.

Kurvige und sehr schlanke Bräute: Kurvige Frauen kaschieren durch ein Prinzessinenkleid mit betonter Taille ihre Hüfte. Verschiedene Applikationen wie Falten und Drapierungen machen schlanker. Schmale Frauen schaffen durch Volumen im Rock oder an den Armen Kurven. Lange, kurze oder  Dreiviertelärmel, Sie können nichts falsch machen. Der Herzausschnitt zaubert Volumen an der Brust. Auf den V-Ausschnitt sollten Sie verzichten.

Schwangere Bräute: In den ersten Monaten der Schwangerschaft können Sie jenes Kleid wählen, dass Ihrer Figur am meisten schmeichelt. Allerdings nur bis zum 4. Monat! Danach verändert sich Ihr Körper gravierend. Setzten sie auf fliessende Stoffe und eine A-Linie um möglichst komfortabel Ihren grossen Tag geniessen zu können.  

5. Die Anprobe

Experten empfehlen bei der Anprobe nicht nur in den Spiegel zu schauen. Bewegen Sie sich! Laufen und Tanzen Sie durch den Raum, springen Sie in die Luft, heben Sie die Armen und vor allem setzen Sie sich hin. Können Sie sich nicht einwandfrei bewegen, dann ist dieses Kleid nicht Ihr Hochzeitskleid. Mit ihrem  Brautkleid sollten Sie nur positive Emotionen verbinden, es den ganzen Tag ohne Einschränkungen tragen können und sich dabei wohlfühlen.

Auch Mery’s Couture sind der Meinung, dass das richtige Brautkleid aus dem Zusammenspiel des schönen Spiegelbildes, der Passform des Kleides und der dazugehörigen Emotion gekauft wird. Nur dann, wenn sich die zukünftige Braut schön, verstanden und aufgehoben fühlt, entscheidet sie sich auch für das richtige Kleid.

Nehmen Sie nur die wichtigsten Personen mit zur Kleideranprobe. Jede Person hat ihre eigene Meinung und jede von ihnen wird Ihre eigene beeinflussen. Umso mehr Meinungen Sie hören, desto schwieriger fällt Ihnen die Entscheidung. 3 Personen zur Unterstützung reichen aus. Personen bei denen Sie sich wohlfühlen und die Ihnen Selbstvertrauen geben, wie zum Beispiel Ihre Mutter, Schwester oder beste Freundin. 

Nun wissen Sie wie Sie Ihr perfektes Brautkleid finden! Achten Sie auf hochwertige Verarbeitung mit Stoffen von guter Qualität. Prüfen Sie ob sich ihr Brautkleid nach Ihren Wünschen verändern lässt und zögern Sie nicht Experten um Rat zu bitten. Auch Mery’s Couture sagt, dass es selbstverständlich am Wissen einer guten Beraterin liegt, die Kleider auszusuchen, die auch der Figur der Braut schmeicheln. Sie werden ihr Traumkleid finden! 

Holen Sie sich weitere Tipps in diesen Artikeln: Die perfekten Details für jede Braut – Brautschuhe, Schmuck, Dessous & vieles mehr​Wie halte ich mein Brautkleid bis zum grossen Tag geheim?Das Brautkleider-Glossar: 14 Begriffe, die Sie noch nicht kennen

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