Interkulturelle Hochzeit – So geht das ganz ohne Kompromisse!

Interkulturelle Hochzeit – So geht das ganz ohne Kompromisse!

Manuela Lopatic von MissionLove ist seit einigen Jahren Freie Traurednerin und schreibt hier zu dem Thema "Interkulturelle Hochzeiten".

Interkulturelle Hochzeit – So geht das ganz ohne Kompromisse!
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Fast 50% aller Paare, welche in der Schweiz heiraten, haben Wurzeln im Ausland. Wenn man die Secondos noch dazu rechnet, sind es weit über 50%. Wenn solche Paare den Schritt vor den Traualtar machen, stellen sich plötzlich ganz neue Fragen. Manuela ist Freie Traurednerin und bietet einmalig in der Schweiz Freie Trauungen in sage und schreibe 6 Sprachen an. Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Serbo-kroatisch. Auf Zankyou teilt sie ihre Ideen, Erfahrungen und Tipps mit uns:

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Foto: unsplash

Man hat die Liebe seines Lebens endlich gefunden, die grosse Frage wurde gestellt, der Ring steckt am Finger und nun geht es darum, die Hochzeit zu planen. Oftmals kommt mindestens ein Partner nicht nur aus einer anderen Kultur, sondern auch aus einem anderen religiösen Hintergrund. Wie sollen wir ja zueinander sagen, ohne die Familien vor den Kopf zu stossen, wie können wir an diesem Tag unsere Wurzeln miteinbeziehen. Eine freie Trauung kann die Lösung sein, ohne dass dabei ein Kompromiss eingegangen werden muss. So hat das Brautpaar die Möglichkeit, eine feierliche Zeremonie zu haben, um ja zueinander zu sagen und nicht nur den rechtlichen Akt vor dem Standesbeamten abzuhalten. Eine freie Trauung wird nach den Wünschen des Paares erstellt und dabei kann auch auf die Wurzeln eingegangen werden. So zum Beispiel in Form eines Rituals, welches aus jenem Kulturkreis kommt oder natürlich auch der Sprache.

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Foto: Missionlove

Ich begleite interkulturelle Paare seit 4 Jahren auf dem Weg zum Ja-Wort und finde es immer wunderschön, wenn die Eltern, die Grosseltern gerührt sind, weil das Brautpaar auf die eine oder andere Weise seine Herkunft miteinbezogen hat. Rund 60% meiner Trauungen finden auf mindestens eine Fremdsprache statt, oftmals sind es aber zwei oder gar drei. Unter dem Label MissionLove biete ich freie Trauungen auf 6 Sprachen an. Dazu kam es, weil mein Mann serbische Wurzeln hat und wir uns damals für eine freie Trauung entschieden haben. Ich war schon länger aus der Kirche ausgetreten, hatte keinen Bezug dazu und ich konnte mir nicht vorstellen orthodox zu heiraten. So haben wir uns auf die Suche nach jemanden gemacht, der eine serbisch/schweizerdeutsche Trauung anbietet – leider erfolglos. Deshalb entschied ich mich dazu, meine Mehrsprachigkeit zu nutzen und somit Paaren die Möglichkeit zu geben, eine interkulturelle Trauung zu bekommen. In den letzten Jahren durfte ich ganz vielen Paaren das Ja-Wort entlocken und dabei durfte ich tief in die verschiedensten Kulturen und Bräuche eintauchen.

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Foto: Nadja Osieka

In lebendiger Erinnerung bleibt mir eine Trauung mit einer Chinesin und ihrer Familie. Es war von Anfang an klar, dass ihre Kultur in die Trauung integriert werden soll. So haben wir diskutiert und recherchiert und schlussendlich haben wir eine chinesische Teezeremonie, welche zusammen mit ihren Eltern gemacht wurde, in die Trauung eingebaut. Es war wunderschön zu sehen, wie berührt ihre Eltern davon waren. Manchmal braucht es nicht viel, um Emotionen zu wecken oder den Gästen das Gefühl zu geben, dass sie Teil dieses Festes der Liebe sind. So begrüsse ich Gäste gerne in ihrer Muttersprache – selbst, wenn ich diese nicht spreche. Über die Jahre durfte ich schon Begrüssungen in Dänisch, Farsi oder Griechisch machen. Also, feiern wir die Liebe in allen Farben dieser Welt!

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