Hochzeitsbräuche in der Schweiz – wie feiert man hierzulande Hochzeit?

Hochzeitsbräuche in der Schweiz – wie feiert man hierzulande Hochzeit?

Im Laufe der Zeit haben sich in jedem Land verschiedene Hochzeitsbräuche gebildet! Viele Brautpaare legen Wert auf diese Bräuche und starten mit diesen Traditionen in ihr Eheleben.

Hochzeitsbräuche in der Schweiz – wie feiert man hierzulande Hochzeit?
Foto: Lauren Rader
  • Planung
  • Empfehlung
  • Schweiz

Im Laufe der Zeit haben sich in jedem Land verschiedene Hochzeitsbräuche heraus kristallisiert. Manche von ihnen sind schon sehr alt, andere wiederum sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Viele Brautpaare legen Wert auf diese Traditoionen und starten mit diesen in ihr Eheleben. Wir stellen Ihnen heute einige Bräuche aus der Schweiz vor:

speichern
Foto: Hanna Monika Wedding Photography

Der Polterabend

Der Polterabend wird am Vorabend der Hochzeit gefeiert und ist für die künftigen Brautleute die letzte Gelegenheit, als Unverheiratete nochmals richtig auf den Putz zu hauen. Die Gäste bringen aft altes Porzellan mit, das dann auf den Boden geworfen wird. Scherben bringen ja bekanntlich Glück!

Spalier stehen

Der Brauch des Spalierstehens symbolisiert das gemeinsame Überwinden von Problemen und Stolpersteinen, die in der Ehe auftreten können. Dabei bilden die Gäste vor der Kirche einen Tunnel, durch den das frisch vermählte Paar ziehen muss.

speichern
Foto: Fotografin Tabea Vogel

Baumstammsägen

Ein altes und beliebtes Hochzeitsspiel, das auch heute noch bei vielen Hochzeiten zu sehen ist. Hierbei muss das Brautpaar einen Baumstamm gemeinsam durchsägen. Der Baumstamm steht hier auch als Symbol für die Hindernisse im künftigen Eheleben.

Dosen am Auto

Möchten Sie auch immer auf dem Laufenden bleiben?

Abonniere unsere Newsletter

Ein beliebter Brauch ist es, am Hochzeitsauto Dosen anzubringen, die laut scheppern. Zusätzlich sorgt ein lautes Hupkonzert dafür, dass auch Unbeteiligte wissen: Hier wird geheiratet! Der Krach sorgt ganz praktisch dafür, dass sich ortsfremde Gäste auf dem Weg von der Trauung zur Feier nicht verfahren.

speichern
Foto: etsy.com

Etwas Neues, etwas Altes…

Diese Tradition stammt aus England : Die Braut soll etwas Neues, etwas Altes, etwas Geborgtes und etwas Blaues tragen. Auch in der Schweiz ist dieser Hochzeitsbrauch sehr beliebt, steckt doch eine sehr schöne Symbolik hinter den vier Dingen: Das Alte steht für das vergangene Leben der Frau als Junggesellin, das Neue natürlich für das zukünftige Leben als Ehefrau, die Leihgabe für die Freundschaft und das Blaue für ewige Treue.

Brautstrauss werfen

Die Braut wirft den Brautstrauss rückwärts über ihren Kopf in die versammelten unverheirateten weiblichen Hochzeitsgäste. Wer den Strauss fängt, so die Bedeutung, wird als Nächstes vor dem Traualtar stehen.

speichern
Foto: Sweet Icecream Photography
speichern
Foto: s’Bluememeitli, Nina Zehnder

“Feuersteine” werfen

Typisch Schweiz: Rechteckige Bonbons, verpackt in knallbunte Papiere, werden heute noch “Feuersteine” genannt. Diese Süssigkeiten werden in der Regel von den Brautleuten nach der Trauung grosszügig an die Menge schaulustiger Kinder verteilt. Oft wurden die “Feuersteine” früher auch aus den Kutschen der Hochzeitsgesellschaften geworfen wurden, damit sie die Kinder auflesen konnten. Dahinter steckt der alte Brauch, dass ein Bräutigam seine Braut bei seinen Mitbewerbern im Dorf “freikaufen” musste. Heute droht der Feuerstein-Brauch leider mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten. Nicht nur, weil das Kutschenfahren aus der Mode gekommen ist, sondern auch weil viele Supermärkte die “Feuersteine” nicht mehr in ihrem Sortiment führen.

Hochzeitsmandeln

Bei den Hochzeitsmandeln handelt es sich um eine internationale Tradition, die sich bei uns immer mehr durchsetzt. Bei dem ursprünglich aus Italien stammenden Brauch bekommen die Hochzeitsgäste zum Abschied als Gastgeschenk fünf Hochzeitsmandeln, die symbolisch für die fünf wichtigsten Hochzeitswünsche stehen: Gesundheit, Wohlstand, Glück, Fruchtbarkeit und ein langes Leben.

speichern
Foto: Confiserie Sprüngli
speichern
Foto: Confetteria Claudia

Braut über die Schwelle tragen

Früher glaubte man, dass die bösen Geister unter der Türschwelle des Hochzeitshauses wohnen und der Braut  Böses antun wollen. Deshalb ist es ein weit verbreiteter Brauch, dass der Bräutigam seine Braut über die Schwelle trägt.

Morgengabe

Auch die Morgengabe ist ein schöner Hochzeitsbrauch in der Schweiz. Hier beschenkt sich das Brautpaar nach der Hochzeitsnacht mit einem kleinen, ganz persönlichen Geschenk. Nach der Überlieferung wird die Ehe ganz besonders glücklich, wenn der Ehemann sein Geschenk unter das Kopfkissen seiner frisch angetrauten Ehefrau legt.

speichern
Foto: Nynne Schroder

Kennen Sie noch weitere Hochzeitstraditionen und -bräuche? Wir freuen uns, wenn Sie in den Kommentaren darüber berichten.

 

 

Kontaktieren Sie die Dienstleister, die in diesem Artikel erwähnt wurden!

Fotografin Tabea Vogel Hochzeitsfotografen
Confiserie Sprüngli Hochzeitstorte
Confetteria Claudia Gastgeschenke